Wie kann Dialog in Zeiten von Sozialen Medien, Desinformation und zugespitzten politischen Debatten gelingen? Mit dieser Frage beschäftigten sich über 70 Teilnehmende beim Fachtag „Miteinander reden! Aber wie?“, der im Rahmen des Projekts „Deutsch-Ukrainischer Dialog“ stattfand.
Die Veranstaltung bot vielfältige Perspektiven auf das Thema: Neben Gesprächen mit Dr. Eugen Pissarskoi und Gilda Sahebi konnten die Teilnehmenden in interaktiven Workshops praktische Ansätze für Dialogarbeit kennenlernen.
Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion mit Dr. Larissa Knöchelmann, Dr. Eugen Pissarskoi, Gilda Sahebi und Kateryna Pavlova. Gemeinsam diskutierten sie Fragen wie: Wem nützt Polarisierung? Wohin richtet sich unser Ärger? Und mit wem treten wir eigentlich in den Dialog?
Dabei wurden unterschiedliche Sichtweisen auf die Möglichkeiten und Grenzen von Dialog deutlich.
Ein zentrales Ergebnis des Fachtags war die Erkenntnis, dass Menschen in vielen Themenbereichen weniger stark polarisiert sind, als häufig angenommen wird. Gleichzeitig zeigen sich deutliche Unterschiede darin, wie wir mit konflikthaften Themen umgehen.
Die Diskussionen machten außerdem deutlich, dass Dialog immer auch klare Grenzen braucht, die kontinuierlich neu ausgehandelt werden müssen – eine Fähigkeit, die geübt werden muss. Ein wichtiger Ausgangspunkt dafür ist die Selbstreflexion: Wo liegen meine persönlichen Triggerpunkte, und wie kann ich trotz emotionaler Reaktionen handlungsfähig bleiben?
Dialog bleibt damit möglich, ist jedoch eine bewusste Entscheidung für ein Gespräch, das auch anstrengend sein kann. Gerade vor dem Hintergrund, dass Polarisierung und Spaltungserzählungen häufig autoritären Kräften nutzen, gewinnt Dialog aber umso mehr an Bedeutung.
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